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Diese Homepage wird laufend, optimiert und für euch noch ansprechender gestaltet. So oft ich kann, füge ich Neuigkeiten hinzu, damit ihr immer wisst, was sich bei mir gerade tut.

LG Sitchean


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...eine Abhandlung über das Leben von Rasern im Strassenverkehr.                                                              14.05.09

All die Jungs, die unsere Zeitungen täglich mit wundervollen Bildern schmücken, verdienen es, dass mal jemand über sie schreibt. Wer bewundert ihre glitzernden, hochgetunten Autos nicht? Wer ist nicht hingerissen, wenn er von einem Wagen überholt wird, aus dem laute Technomusik dröhnt, der einem auf sehr rücksichtslose und spektakuläre Weise die Fahrspur abschneidet und der einem am Ende vielleicht sogar noch den Finger zeigt, weil man ihn, dem Erhabenen, nicht gleich vorbeiziehen hat lassen? Wir alle lieben diese waghalsigen, draufgängerischen Machos, die nur dann wer sind, wenn sie in ihren laut röhrenden, bunten und immer glänzend polierten Maschinen sitzen und sich in dem Moment in Luft auflösen, oder sich auf wunderbare Weise in witzlose Clowns, ohne Flair und Charme verwandeln, sobald sie die Tür ihres Wagens von aussen schliessen.

Der Name des Buches lautet "Rasende Albträume" und ist bereits fertig geschrieben. Ich werde euch zu gegebener Zeit mitteilen, wie es mit dem Verkauf laufen wird. Ich habe dieses Buch heute 19.05.09 zur Herstellung frei gegeben. Es wird in Kürze erhältlich sein!


Leseprobe:

Juan klammerte sich mit einer Hand an Jamies Hemd fest und schrie ihn hasserfüllt an: „Wenn du zu feige bist, dann lass es, in dem Fall solltest du dich jetzt in deinen Scheisswagen setzen und so schnell wie möglich, so weit weg wie möglich von hier verschwinden. Ich habe die Nase so voll von dir, dass ich kotzen könnte, du verdammtes Arschloch! Von dir hätte ich das nie gedacht! Scheissverdammte Drecksau!“ Jamie packte Juans ausgestreckten Zeigefinger, mit dem er drohend vor ihm rumfuchtelte, so plötzlich, dass der tobende Boricua* keine Chance hatte. Das Knacken des brechenden Fingers war gut hörbar und Juan brüllte gleich darauf ohrenbetäubend. 
  „Ah! Du Scheisswixer hast mir den Finger gebrochen!“ Keifte er gellend, viel zu spät zog er die Hand zurück und presste sie sich in gebückter Haltung an den Leib. Die Schmerzen waren ausserordentlich. Er brüllte wie am Spiess.
  „Du solltest mir nicht sagen, was ich zutun habe, du bestimmt nicht, Juan! Und was du vorhast, Penner, wird dich in den Knast bringen. Darauf habe ich keinen Bock!“ Sagte Jamie aufgebracht und drehte sich um, er wollte nur noch weg von diesem Ort und vor allem von diesem durchgedrehten Psychopathen. Allerdings hatte er nicht mit Juans Wahnwitz gerechnet. Dass Juan durchgeknallt war, stand für Jamie spätestens seit diesem Abend bombenfest, aber dass er soweit gehen würde, dessen war er sich zuvor nicht bewusst gewesen. Sonst hätte er dem Kerl niemals den Rücken zugedreht.

Ein metallenes Klicken liess Jamie anhalten und blitzschnell reagieren. Doch Juan war bereits hinter ihm und rammte ihm mit voller Wucht die scharfe Klinge seines Stellmessers durch die eine Niere. Noch während Jamie stöhnend langsam zu Boden ging, schrie Juan zornig: „Dich brauche ich nicht, ich werde andere dafür finden! Deine Scheisskarre ist sowieso Dreck!“
Ohne nochmal zurückzublicken, wandte er sich ab, lief davon und liess Jamie im Morast des stinkenden Hinterhofs liegen. Es war ihm völlig egal, ob sein ehemaliger Freund im Dreck verreckte, oder lebte. Er fühlte sich verraten von ihm. Also scheiss drauf! Scheiss auf dich!
Juan war so wütend auf Jamie, dass er im Stechschritt zum Celica hin trabte, der nicht weit weg von dem Hof stand, in dem sie sich gestritten hatten, mit einem herumliegenden Stein die Scheibe zertrümmerte und laut lachend und fluchend ins Wageninnere urinierte. Er hatte zwar einige Mühe, seinen verhältnismässig kurzen Penis einhändig aus der Hose zu kriegen, aber das hinderte ihn nicht daran. Gleich danach führte er eiskalt übers Handy ein Telefonat mit einem Bekannten, um den Abtransport des Celicas zu organisieren. Er würde dafür sorgen, dass dieser Wagen gründlich ausgeschlachtet wurde und alles was unbrauchbar war, wollte er verschrotten lassen. Juan liess sich jetzt nichtmehr aufhalten, von niemandem! Jamie liess er liegen wo er war, die Leiche würde wohl früher oder später gefunden werden, und wenn nicht, auch gut! Nicht mein Bier! 

Jamie starb innert den nächsten Stunden am enormen Blutverlust und weil niemand da war, der ihm zu Hilfe eilte. Er weinte und fluchte still vor sich hin und holte mit grosser Mühe den Zündschlüssel aus der Hosentasche. Daran hing der kleine, rote Anhänger, der das aufgeklebte Logo an der linken Fahrertür seines neuen Autos exakt wiedergab. Es war ein roter Drachenkopf mit gelben Augen. Das Kennzeichen der Gang, der er vor wenigen Wochen erst beigetreten war. Sie hatten ihn vor allem deshalb aufgenommen, weil er ein schnelles, aufgemotztes Auto fuhr. Ein verfickt schnelles Auto, wie sich Gerry, der Boss der Gang, wörtlich ausgedrückt hatte.
  Er hatte sich vor sechs Monaten einen neuen Celica gekauft und ihn anschliessend etwas zurechtgemacht. Niemand hatte ihn in der Werkstatt, in der er an den Feinheiten arbeitete, gefragt, woher er all das Geld für die Teile her hatte, das er dem Chef der Werkstatt bar, mit einem kalten Grinsen im Gesicht, auf die Theke knallte. Das waren samt und sonders Jungs aus der einschlägigen Szene. Ausserdem ging das sowieso niemand einen Scheissdreck an, fand Jamie.
  Jetzt lag er hier im Morast und starb vor sich hin. Verdammte Scheisse, dachte er, ich will noch nicht verrecken, nicht jetzt und nicht so! Aber natürlich halfen das Geld und der Wagen nichts, er starb trotzdem. Einsam, sein langsam rarer werdendes Blut in grossen Batzen ausspeiend und nicht in seinem Auto sitzend. Er hatte sich immer vorgestellt, in seinem Auto zu sterben, bei einem spektakulären Crash oder dergleichen, das wäre ein würdevoller Abgang gewesen, wenigstens nach seinen eigenen, hochtrabenden, aber auch beschränkten Vorstellungen.

*Boricua – Die Einwohner Puerto Ricos nennen sich selbst Boricua. So werden sie auch von den anderen  spanischsprechenden Lateinamerikanern bezeichnet. Anm. d. Autors 


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Ich schreibe nun auch über Vampire und dergleichen Schattengestalten. Das ist eine völlig neue Erfahrung für mich. Denn ich habe Geschichten und Filme die dieses Thema behandeln schon immer sehr gemocht, mich aber nie näher mit der Thematik befasst. Ist interessant seine Grenzen auszutesten. Was kann ich? Wieviel Sinn macht es, über etwas zu schreiben, von dem du eigentlich keine Ahnung hast? Was werden die Leute zu der Geschichte sagen? Wird sie gut sein?

Ich werde aus dieser Geschichte einen Mehrteiler machen. Das komplexe Thema Vampirismus schreit ja förmlich danach, ausgedehnte Romane darüber zu verfassen.


Dieser erste Teil umfasst knapp 400 Seiten und wird als Paperback mit farbigem Cover gedruckt. Am 30.04.09 habe ich eine Erste Ausgabe auf www.lulu.com bestellt und denke, spätestens am 15.05.09 wird sie bei mir eintreffen. Ich werde dieses Buch sodann zur eingehenden Prüfung und Fehlerkorrektur an eine kompentente Person meines Vertrauens weitergeben. Sobald es geprüft und genehmigt sein wird, stelle ich es bei LULU zum Verkauf ein.

Ich präsentiere euch hier eine kleine Zusammenfassung der Story. Exklusiv und absolut einmalig nur für euch!

Franka und Chisun, ein modernes Liebespaar, das mit allen vier Beinen fest im Leben steht, spielt die Hauptrolle in der Geschichte. 

Beide halten nichts von Fantasygeschichten und dergleichen. Sie glauben weder an Vampire, noch an sonst irgendwelche fantastischen Wesen. Beide sind eingefleischte Realisten und glauben nur das, was sie sehen, vor allem anderen lieben sie sich gegenseitig mit Haut und Haar. Sie tun alles füreinander.

Franka hat ein besonderes Geheimnis, das sie aber viele Jahre erfolgreich verdrängt.

Sie und Chisun werden für kurze Zeit in ein Abenteuer verstrickt, das die Realität, in der sie leben und die sie sehr schätzen, in tausend Splitter zerspringen lässt und sie an Grenzen führt, an denen ein normaler Mensch zerbrechen könnte...


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Seit dem 01.04.09 ist - Bruno - erhältlich, dies ist ein kurzer Psychothriller der extremen Art! (Umfang ca.140 Seiten)

Inwiefern und ob ihr euch mit ihm anfreunden werdet, soll jeder von euch selbst entscheiden. Bruno hat ein grauenhaftes Leben geführt. Er wurde gequält, missbraucht und am Ende verraten.

Hier meine Warnung: Die Geschichte ist nichts für schwache Nerven und zarte Gemüter! Es wird in hohem Masse gefoltert und gequält und ausserdem sind Bruno und seine Eltern im höchsten grade psychisch gestört. Überlegt es euch gut, ob ihr seine Geschichte lesen wollt. Ihr werdet danach für lange Zeit nichtmehr ruhig schlafen können...

(Ich muss mir noch überlegen, ob ich es ganz über LULU laufen lasse, oder es sogar an einen richtigen Verlag sende, um es hochoffiziell drucken zu lassen. Inhaltlich ist es sicherlich wertvoll und das Thema könnte eine Welle des Protests auslösen!)

Ihr könnt einen kurzen Auszug des Buches über diesen Direktlink einsehen und wenn ihr möchtet, es auch dort bestellen:

http://www.lulu.com/content/paperback-buch/bruno/6642821



Aus Befehle - Kapitel 10 "Beseitige ihn!"


Nach kürzester Zeit war er oben und stellte erst jetzt fest, dass er keine Ahnung hatte, wo dieser Gravillard wohnte. Bruno hatte mit diesem Mann noch nie etwas zutun gehabt, seit er hier wohnte. Woher also sollte er auch wissen, wo der wohnte? Ohne dass er etwas dagegen hätte tun können, geriet Bruno in Panik. Die Stimmen in seinem Kopf quengelten und schrieen immer weiter. Trieben ihn an, beleidigten ihn und sprachen von unsäglichen Dingen. Der Schweiss rann ihm in Sturzbächen den Rücken hinunter und seine Augen brannten immer mehr, von dem Schweiss, der ungehindert über den kahlen Schädel in sie hinein troff.

Schilder, du fetter, verdammter Idiot! Schilder! Schrieen mehrere Stimmen in Brunos Kopf. Die Schilder an den Türen. Lies verdammt! Kannst du das? „Oh ja.“ Antwortete Bruno sofort und schalt sich im Stillen selber einen Idioten. Natürlich waren die Türrahmen, direkt über den Klingelknöpfen, alle mit wunderschönen, goldfarbenen Schildern versehen, auf denen der jeweilige Nachname des Mieters stand. Prissier, der Hausbesitzer hatte sie eigens in Auftrag gegeben und sogar selbst angebracht. Die Mieter hatten dafür nichts bezahlen müssen.

Brunos Blick schweifte wild umher und ohne dass er es merkte, rannte er wie ein hungriger Wolf von Tür zu Tür. Da! Bei der vierten Tür, die er inspizierte, sah er es. Gravillard da stand es gross und deutlich. Denke daran, Fettsack, dass es bereits Sieben Uhr abends ist. Du bist mit Gravillard nichtmehr alleine im Haus. Man wird dich hören, wenn du Krach machst, oder er schreit. Wieder diese hämische, kreischende Stimme in Brunos Kopf. Bruno nickte heftig und antwortete laut: „Ich weiss, ich weiss!“ Dann etwas leiser: „Niemand wird es hören, es wird schnell gehen.“
  Fast sanft legte er seinen verschwitzten Daumen auf den Knopf von Gravillards Klingel. Bruno hörte ganz deutlich, wie es drinnen läutete. Unmittelbar darauf erklang Gravillards helle Stimme. Er rief und klang dabei überrascht: „Moment, ich komme, warten sie einen Augenblick, Bitte!“ Dann hörte Bruno leise Schritte durch die Tür und fühlte sich sofort beobachtet. Der Spion, den hatte er vergessen. In der Mitte der oberen Hälfte einer jeden Wohnungstür war ein kleines, unauffälliges Loch, das man mit einem winzigen, metallenen Ring als Rahmen versehen hatte. In seiner eigenen Tür war kein Spion angebracht. Seine Wohnungstür war die Einzige im ganzen Haus, die diese Vorrichtung nicht hatte. Man hatte ihm damals erklärt, dass die Tür vor seinem Einzug gerade frisch ausgewechselt worden war. Er hatte darauf verzichtet, dass man nachträglich einen Spion anbrachte. Bruno erklärte Prissier, dem Hauseigentümer damals, er brauche sowas nicht. Dieser Umstand gereichte Bruno jetzt zum Nachteil, wie er zu spät einsehen musste.

„Tarut? Was wollen sie?“ Erklang die Frage Gravillards durch die Tür. In seiner Stimme schwang Unsicherheit mit und noch was, Überheblichkeit? Abscheu? Bruno wusste es nicht zu deuten und es war ihm, gelinde gesagt, auch scheissegal.
  „Machen sie auf, Monsieur Gravillard. Ich will mich bei ihnen entschuldigen, dafür, dass ich sie so unfreundlich behandelt habe vorhin. Kommen sie, machen sie schon auf.“ Bruno sprach so freundlich, wie er nur konnte und er spürte förmlich, wie sich Gravillard hinter der Tür entspannte. Übergangslos ging dann auch die Tür auf und Henner Gravillard wollte gerade irgend etwas freundliches erwidern, als Bruno seine beiden grossen Hände auf das Gesicht des vollkommen überraschten Mannes drückte, ihn überaus grob und rasch zurück in seine Wohnung drängte und mit dem Fuss die Tür zutrat. 

Brunos Glück war, dass der dicke Teppich im Flur des Hauses den lauten Knall dämpfte, der durch das heftige Schliessen der Tür verursacht wurde. Das Pech Gravillards war, dass er keinerlei Chance gegen Bruno hatte. Denn er wurde mit solcher Wucht gegen den Beistelltisch, worauf sich das Telefon befand, geschleudert, dass er nur noch den gleissenden Schmerz im Rücken spürte, bevor er bewusstlos wurde. Bruno registrierte zuerst garnicht, dass sein Opfer bereits schlaff vor ihm lag. Denn er schloss augenblicklich beide Hände um dessen Hals und drückte mit voller Kraft zu. Erst als der andere keine erkennbare Reaktion auf den Angriff zeigte, liess Bruno von ihm ab. Da war Gravillard längst tot. Obwohl der Beistelltisch aus relativ leichtem, dünnem Holz gebaut worden war, hatte der Widerstand genügt, durch die Wucht des Aufpralls Gravillards Wirbelsäule dermassen zu verunstalten, dass der folgende zweite Aufprall auf dem Boden und das Gewicht Brunos, als der sich auf den schlaffen Körper seines Opfers gelegt und zu würgen begonnen hatte, den Rest taten. Henner Gravillard war schon immer sehr zart gebaut gewesen. Zudem hatte er über äusserst schwache Knochen verfügt und das war ihm nun zum tödlichen Verhängnis geworden. 
  Die Augen des Toten standen weit offen und seine trockene Zunge ragte aus seinem weit aufgerissenen Mund. 

Bruno dachte garnicht weiter darüber nach, was er da gerade getan hatte, sondern packte die Leiche grob am Genick, schleifte sie ins Bad und warf sie, gleich einem leblosen Bündel Laken, in die leere Badewanne. Ohne darüber nachzudenken weshalb er das tat, liess er Wasser in die Wanne laufen und wartete, bis sie bis obenhin voll war. Dann stellte er das Wasser wieder ab und verliess das Bad seelenruhig. Er schloss die Badezimmertür von aussen, wischte sich die Hände an seinen Hosenbeinen ab und verliess die Wohnung mit einem Gesichtsausdruck, als hätte er Gravillard bloss eine schlechte Nachricht überbracht und würde die Angelegenheit nun als erledigt betrachten. Fast beschwingt trabte er die Stufen in den zweiten Stock hinunter, nachdem er sorgfältig die Tür zu Henner Gravillards Wohnung verschlossen und den Schlüssel in seine Hosentasche gesteckt hatte. Unten angekommen, stellte er mit einem interessierten Seitenblick fest, dass die Tür zur Wohnung gegenüber seiner Wohnung weit offen stand. Aus dem dunklen Loch, das sich dergestalt im Türrahmen bildete, starrten Bruno diesmal nicht drei oder vier Augenpaare an, sondern Hunderte.
  Was hast du nun vor, du fettes, stinkendes Stück Scheisse? Willst du alle hier im Haus abmurksen? Fragte ihn eine helle, quietschende Stimme, die aber diesmal nicht in seinem Kopf war, sondern direkt aus dem Dunkel des Flurs der seltsamen Wohnung von Brunos Nachbarn zu dringen schien.
  „I i i ich h h ha habe d da dar darüber noch nicht nachgedacht.“ Stotterte Bruno drauflos. Urplötzlich hatte er das dringende Gefühl, sich unbedingt verteidigen zu müssen. Weswegen, oder vor wem konnte er nicht sagen. Abermals hatte ihn der Anblick dieser verfluchten Augen zutiefst erschreckt. 
  Vor deiner Mutter, du kleiner, fetter Hosenscheisser! Vor deinem Vater! Rief es umgehend aus dem Dunkel. Komm her! Los komm her, wir wollen dich haben, los komm her! Schrie Es ihn an.   Bruno war viel zu verdattert, um der Stimme nicht zu folgen. So ging er langsam aber stetig auf die offene Tür zu. „Was wollt ihr von mir? Ich habe doch nur getan, was ihr von mir verlangt habt! Bitte, ich habe keinen Hunger!“ Noch bevor Bruno den Satz zuende gesprochen hatte, befand er sich innerhalb der dunklen Wohnung und die Tür wurde mit solch lautem Knall hinter ihm geschlossen, dass er das Echo in seinem Kopf noch lange hören konnte.


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Dies ist was ganz Neues. Mal keine reine Fantasy-Story, eher was vom guten, alten Schwarzen Humor. Zynisch und verabscheuungswürdig zugleich. Man liebt, oder hasst ihn. Wen? Na Tubasius Wennerplex natürlich. ;-)

Ich für meinen Teil mag diese kurze Story (77 Seiten) schlicht und einfach sehr.

Tubasius ist unheimlich, schräg und absolut jenseits jeder Normalität.
Er versucht seine Existenz damit zu erklären, was vor langer Zeit auf längst vergessenen Pergamenten nieder geschrieben wurde. Und doch findet er niemals das endliche Schriftstück. Oder doch? Er hat Zeit... . Er hat einen starken Willen und er ist in unserer Realität bereits ..., nun..., sie würden vielleicht sagen, er ist tot. Doch ich bin mir über diese Tatsache noch immer nicht sicher...
Es gibt Tage, da ist sich Tubasius nichteinmal selbst sicher darüber, was er ist. Oder wer er ist.

Er will nur lesen. Das ist alles...



Hier das Bild zum Büchlein:

Kostet nur 9 Euro/ca.13SFr. Lest mal rein Leute. Bin gespannt, was ihr darüber zu sagen habt. Der Link dazu ist: http://www.lulu.com/content/paperback_book/tubasius_vergessene_sph%c3%a4ren/5804350

Dieses wundervolle Bild wurde von Charles Héritier gemalt. Bei ihm liegen auch die uneingeschränkten Rechte und das Copyright für das Bild. Charles ist ein sehr guter Freund von mir und hat mir schon oft sehr kompetente Hilfe in allen Belangen die meine Bücher betreffen angedeihen lassen. Dafür bin ich ihm sehr dankbar! 

Das ist der Dunkle Raum, den man auf dem Bild sieht und in dem Tubasius sein gesamtes Leben als Erwachsener verbringt. Hier durchlebt er all die Schrecken.


Hier eine kurze Leseprobe:


1.Akt dieser längst vergessenen Geschichte


Er sass zusammengekauert hinten, ganz am Ende des finsteren Raumes. Seine Arme waren satt an seinem hageren Brustkorb angewinkelt, während er geräuschvoll grübelte. Kein Platz. Zu eng. Zu dunkel. Zu karg zum denken. Und doch.  

Er dachte und eine vollkommen trockene Träne rann dabei über seine gelblich-weisse Wange, die ihre Farbe vor zahllosen Jahren verloren hatte, so glaubte er.   

Das Pergament-Papier hielt er dermassen straff in seinen spinnengleichen, abgemagerten Händen, dass es zu zerreissen drohte. Er zitterte leicht, nein, er bebte leicht, wie ein altes, brüchiges Gebäude, nahe eines maroden Geleises, wenn der von allen verlassene Zug darüber donnerte.   

Nur eine einzige, längst überfällige Kerze brannte in dem riesigen Raum, der voller geheimer, wenn auch unverschlossener, Fächer war.  

Wo ist mein Leben? Wo ist das Licht? Seit wann sehe ich nichts mehr?Der alte, hölzerne Stuhl unter seinem knochigen Hintern knarrte anklagend, als er sich nicht bewegte. Die meist ruhige Flamme der Kerze flackerte in dem Wind, der den Weg in diesen dunklen Raum niemals finden würde.  

Das Weiss seines einen, geöffneten Auges leuchtete aus dem Schatten hinaus, in dem der Alte sass. Wahnsinn flimmerte darin. Wo finde ich mein Leben? Wo finde ich es?  

Sein linker Schuh wollte nicht knarren, als der magere, grosse Zeh des Mannes von innen und durch die trockene, dünne Socke hindurch, dagegen scharrte. Das Leder weigerte sich einfach. Selbst die fadenscheinige Jacke klammerte sich trotzig an ihm fest, um ja kein Knistern von sich geben zu müssen. Uralte, längst getrocknete Schweissflecke prangten in den Achselhöhlen der toten, abgenutzten Jacke.   

Ganz langsam drehte er den Kopf, spähte in die Ecke mit den vergilbten Schildern an den Schubladen, die sich niemals von ihm öffnen lassen würden. Oder doch? Werd ich euch öffnen? Jemals? Vielleicht heute? Morgen?Wieder knarrte der Stuhl, als ob er protestierend schrie´: „Beweg dich endlich!“, so klang es diesmal.   

Dabei sind meine armen Arme eingeklemmt, schon so lange! Wie sollte ich jemals aufstehen? Ich habe solchen Hunger nach Leben! Und ihr verspottet mich! Klagte er sie alle an. Die Dunkelheit, den Stuhl, die Wände aus Schubladen, die ihn festhielten. Die längst fällige Kerze, die seit Jahrzehnten brannte.Wie kannst du noch immer brennen? Ja, du lebst! Und ich?!   Ohne dass er es wusste, schlief er ein, sackte in sich zusammen und ruhte unruhig. 


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Weitere Projekte sind ebenfalls bereits in Arbeit. Es befinden sich aktuell drei Romane in der Entwicklungsphase, deren Titel ich an dieser Stelle noch nicht bekannt geben möchte. Darüber hinaus sind natürlich auch etliche Kurzgeschichten verfasst und teilweise schon im Druck begriffen!

Hier eine Ansicht des ersten, gedruckten Kurzgeschichten-Bandes, das für nur 13.31Euro /ca.20 SFr. zu haben sein wird.

Hier der Link zu LULU: http://www.lulu.com/content/paperback_book/geschichten_die_das_leben_erzählt/5910012


Und hier eine der Geschichten aus diesem Kurzgeschichtenbuch. In voller Länge und exklusiv zum Geschenk an Euch, liebe Leser und Leserinnen.:-)


Bunte Sachen - oder: "Der kritische Winzling"


"Hört mir gut zu!"


"Knappe sechs Monate alt bin ich und so klein, dass ich nichtmal den Küchentisch überrage. Im Gegenteil! Selbst wenn ich stehen könnte, was ich nicht kann, wäre ich nicht grösser, als eine durchschnittliche Zimmerpflanze mit Topf. Und sprechen kann ich auch nicht. Das ist echt das Letzte! Was denkt ihr, was es braucht, bis ich endlich jemandem klar gemacht hab, was ich will, wenn ich es will… Stundenlanges Rumgezetere.

Naja, das Gute daran ist, je lauter ich schreie, desto schneller kommt Mami angerannt. Doch dann kommt in neun von zehn Fällen der Hammer. Den Schnuller, das eklige Ding(!), das ich unmittelbar vorher weit von mir geschmissen habe, steckt sie mir mit einem wohlwollenden, süssgemeinten Grinsen, nachdem sie ihn schön sauber gemacht hat, wieder in den Mund. Und das Beste ist, man wird nicht gefragt, ob man das will! Ich mag das Gummiding nicht! Es riecht so seltsam. Kunststoff, igitt!

Als wir neulich durchs Einkaufszentrum gekurvt, Beziehungsweise gegangen sind, Mami, ich und Tante Frieda, hab ich so ein Ekelding in weitem Bogen die Rolltreppe runter geschmissen, die wir grad hochgefahren sind. Das hat Spass gemacht! Tante Frieda wollte ihn holen, doch Mami hat gesagt: „Nein! Nichts, was einmal auf schmutzigem Boden gelegen hat, kommt in den Mund von meinem Baby!“ Gutes Mami! Hab danach, im Taumel dieses Erfolgserlebnisses, noch zwei weitere solcher Kotzdinger weggeworfen. Bäh! 
  Aber wies der Teufel will, haben Mami und Papi wohl tausende von den Dingern gekauft. Denn jedes Mal, wenn ich denke, ich hab’s geschafft, sie alle unschädlich zu machen, kommt einer von beiden mit einem Neuen an. Es ist zum Haare raufen! Hab zwar nicht viele davon, aber zum raufen würd’s genügen!

Nun ja, wie dem auch sei, zurück zum Thema. Baby sein ist Scheisse. Man wird zwar praktischerweise den ganzen Tag in der Gegend rumgetragen und braucht nicht auf die Toilette zu gehen, weil man ja Windeln trägt, aber andererseits ist man wehrlos. Die machen mit einem ja sozusagen, was sie wollen. Und wie die reden mit mir! Das ist wirklich zum heulen. Manchmal lach ich mich schief über die Gesichter, die sie dabei machen. Aber meistens find ich’s so doof, dass ich mich nur noch resigniert abwenden kann. 
  Wer hat diese blöde Babysprache nur erfunden? Den sollte man erschiessen, echt! Nur weil ich mich nicht klar ausdrücken kann, heisst das noch lange nicht, dass die alle wie die Bekloppten mit mir reden und mich auch als Solchen behandeln müssen. Oder?! Also…
  Ausserdem, zum Thema Windeln. Kann sich jemand vorstellen, wie eklig es ist, manchmal stundenlang im eigenen Saft zu sitzen, Beziehungsweise zu liegen? Total Bäh! Schon alleine bei der Vorstellung dreht sich mir der Magen um. Aber was kann ich tun? Gebt mir eine WC-Schüssel und eine Leiter und ich geh auf die Toilette. Oder noch besser: Baut WC-Schüsseln für kleine Menschen wie mich! Behandelt mich überhaupt wie einen Menschen und nicht wie ein behindertes Häufchen Elend! 

Hab mir erst kürzlich fest vorgenommen, sprechen zu lernen. Das kann so nicht weiter gehen! Ich werd noch wahnsinnig! Und eines Tages werde ich Oma Olga eine verpassen, wenn die mich noch oft in die Wange kneift. Würde gern wissen, was sie dazu zu sagen hätte, wenn man ihr dauernd im Gesicht rumfummelt! Es reicht ja wohl, dass ich der versammelten Gesellschaft, mit vollgekackten Windeln, präsentiert werde. Mann! Kann man die Windelwechselei nicht in abgeschiedenem Rahmen erledigen? Hat man denn auf dieser Welt als Kleinkind, oder Baby, keine Privatsphäre? Ich finds die Höhe, dass die sogar auf öffentlichen Toiletten Wickeltische hingestellt haben. Jeder Dahergelaufene kann sich da meine Genitalien begucken! Eine Schande ist das!
  Aber allem Anschein nach macht sich da keiner Gedanken darüber. Es ist offensichtlich in Ordnung, dass man als Baby praktisch von jedem begrabscht, gekniffen und begafft wird. Toll muss ich sagen, erste Sahne! 

Aber was soll ich sagen, das dicke Ende kommt ja noch. Papa raucht! Zwar nicht viel und eher selten in meiner Gegenwart, aber es kommt schon mal vor. Das stinkt! Und dieser Rauch! 
  Beim ersten Mal dachte ich doch glatt, er hätte die Bude abgefackelt. Ich schrie wie am Spiess, vor lauter Panik. Mami kam angerannt, im Schlepptau Tante Frieda und Oma Olga. Die waren gerade in der Küche zugange gewesen und Papa sass im Nebenraum, zudems keine verschliessbare Tür gibt und arbeitete. 
  Hat das ein Zeter und Mordio gegeben, kann ich euch flüstern! Aber Papa blieb hart. Er würde weiter rauchen, meinte er entschlossen. Immerhin haben die sich zum Schluss des Streits darauf geeinigt, dass eine Tür eingebaut werden müsse, damit man das Zimmer verschliessen könne, in dem er arbeitet. Aber man frage mich nicht, wann diese sagenhafte Tür montiert wird. Vermutlich am Tage meines Ablebens durch Krebs, oder vielleicht Ersticken? Hmpf!
  Aber, hehe (!), ich hab vor zwei Tagen, durch einen glücklichen Zufall, die Schachtel Zigaretten von Papa in die Finger bekommen und hab sie total zermantscht. Er hat die Jacke beim Nachhause Kommen achtlos über die Sofalehne geworfen, was er bislang höchst selten getan hat und wohl künftig niemehr tun wird. So kam ich krabbelnderweise an die Tasche von der Jacke ran, die keinen Reissverschluss besitzt. Es hat mich einige Mühe und Zeit gekostet, doch ich hab die Schachtel rausbekommen und gründlich vernichtet. Was hab ich darüber gelacht und gekichert! 
  Er hat leise darüber geflucht, als er´s gesehen hat und murmelte was davon, er müsse morgen früh extra nochmal zum Kiosk, um sich neue zu kaufen. Dann hat er sich zu mir herunter gekniet und langsam und eindringlich gesagt: „Bubi, du darfst Papas Zigaretten nicht kaputt machen. Bitte.“ Und mich streng angeguckt. Hab ich einfach weiter gekichert und bin von ihm weggekrabbelt. Als Baby darf man das. Der soll mir mal im Mondschein begegnen. Er ist ein lieber und guter Papa, aber das Rauchen soll er gefälligst bleiben lassen! 

Überhaupt kommt da so einiges zusammen, was ich nichtmehr lange hinnehmen werde. Es ist ja nicht nur die Windelsache, das Rauchen und das doofe Gekneiffe. Auch das Essen lässt zu wünschen übrig. Warum haben Gott und seine tausend Engel bloss entschieden, dass man als Baby, nach der Geburt keine richtigen Zähne im Mund hat? Oder eben gar keine. So eine Pampe, die ich da vorgesetzt kriege, isst doch sonst kein vernünftiger Mensch! Und dabei duftet das oft so lecker in der Küche, wenn Mami kocht. Mmmmh! Und ich bekomm Müsli. Aus Karotten und sonem Zeug. Bäh! Da lob ich mir noch den Pudding, den sie mir manchmal vorsetzen.
  Früher, am Anfang meiner Baby Karriere, wars noch in Ordnung. Da hat mir Mami die Brust gegeben. Mmmmh! Mamimilch schmeckt lecker! Und Mamis Brust ist so schön weich und da kam immer so viel Milch raus und alles war perfekt! Das war eine tolle Zeit. Aber auf einmal war Schluss mit lustig! Ende der Autobahn, sozusagen. Da kam die urplötzlich mit diesem Fläschchen an. Da war auch so ein Gummistöpseldingens dran, was ich in den Mund nehmen sollte. Das ist nicht ganz so eklig wie das vom Schnuller, aber es reicht vollkommen, mir den Appetit zu verderben. 
  Was hab ich geschrien und geheult am Anfang. Bis ich rausgefunden habe, dass es anscheinend keinen Weg drum rum gibt, um dieses blöde Fläschchen. Was man nicht alles ertragen muss auf dieser Welt! 

Als sie mir dann den Teller vorgesetzt haben, dachte ich erst, ich hätt’s überstanden. Endlich feste Nahrung! Aber denkste! Was die da alles reinpacken. Igitt! Ich mein, nichts gegen Gemüse und Früchte, davon kann man schliesslich gut pullern, aber muss das denn alles bis zur Unkenntlichkeit zerstampft sein? Logisch versteh ich, dass ich keine Steaks essen kann, ohne Zähne. Aber das?…Hmpf! Mir blieb erstmal die Spucke weg.

Aber gut, soviel zum essen. Ich könnt noch lange drüber referieren, aber lassen wir das. Man kennt ja im Allgemeinen das Problem. 
  Noch tragischer find ich nämlich diese Laufgitter. Man wird eingesperrt! Ohne was getan zu haben!
  Hätt ich was angestellt, ich würd’s ja verstehn, aber einfach so, ohne Grund? Und auch dabei grinsen sie einen so nett an. Während sie mich da rein packen, grinsen die! Gitter! So weit das Auge reicht und so hoch, dass ich da keine Chance habe, drüber zu steigen. Frechheit! Was sagt man dazu? Mir fehlen da bisher die Worte. Einerseits knuddeln sie einem und küssen und liebkosen und kneifen und hätscheln und so weiter und so weiter, und dann das! Beim ersten Mal blieb mir echt jeder Laut im Halse stecken. Ich war sprachlos!  Da hätte man eine riesige Welt, die man erkunden könnte, Bad, Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer und so weiter und dann sitzt man da, in so einem mickrigen Käfig, wie ein wildes Tier! Ist das gerecht, frage ich? Ist das menschenfreundlich? Hat das Logik?! 
  Vermutlich soll ich auch noch lächeln über die Tatsache, dass sie den wenigen Platz, den man da drin zu Verfügung hat, mit Bettdecken und Kissen und Spielzeug vollstopfen! Freunde! Wo bleibt denn da die Bewegungsfreiheit? 
  Ich hab’s ja immerhin schon geschafft, mich da drin einigermassen aufrecht hinzustellen, auch wenns keinen interessiert hat, aber aufgrund der Tatsache, dass da überall Zeug rumliegt, bin ich natürlich gestolpert und hingefallen. Dabei hab ich mir prompt das Kinn an sonem blöden Gitterstab gestossen. Hat zwar nicht besonders weh getan, aber aus lauter Frust darüber, hab ich die ganze Hütte zusammengeplärrt. 
  Da kamen sie dann an und haben mich hochgehoben und prüfend angeguckt und getätschelt und so. Mami hat sowas gesagt wie: „Mein armer, kleiner Bubi, hat er sich weh getan. Oooch! Das wird wieder, wirst sehn, mein süsses Baby.“ Und dabei hat sie immer schön meinen Hintern getätschelt und gestreichelt. Ich hab dann noch etwas weiter geplärrt. Dachte, vielleicht komm ich so aus diesem vermaledeiten Gitter raus. Fehlanzeige! Kaum hab ich aufgehört zu weinen, dauerte es nichtmehr lange und ich war wieder drin. Pha! Und den Schnuller bekam ich auch wiedermal umgehend eingeführt, mitten rein sozusagen. Den hab ich aber gleich wieder im hohen Bogen ausgespuckt. Was zu viel ist, ist zu viel! Ein dicker Hund reicht ja wohl aufs Mal! 

So. Jetzt sitz ich hier also und bin beleidigt! Man ignoriert meine Bedürfnisse. Ich bin empört! Moment mal. Einen kleinen Moment mal! Die schleppen grade einen … Kuchen(?) an. Der ist rosafarben. 
  Sieht nach einem Kuchen aus, den man hinstellt, wenn jemand… GEBURTSTAG HAT!!! Ich hab heute Geburtstag! Sowas! Das hab ich ja glatt vergessen, bei all der Aufregung! Auf einmal kommen da auch so viele Leute daher gelaufen. Oma, Mama, Papa, Tante Frieda, wer ist denn das? Ach! Onkel Bert! Der war ja ewig nichtmehr hier, mindestens drei Wochen. Und da ist ja auch mein sauberer, grosser Bruder, der letzten Monat einfach ausgezogen ist, und mich damit sozusagen im Stich gelassen hat. Holla! Jetzt geht’s aber los hier! Aha! Mami kommt zu mir. 
  Huch! Jetzt werd ich auch endlich aus meinem Käfig befreit. Sie hebt mich hoch und schwingt mich wie verrückt in der Gegend rum! Mir entfahren ungewollt ein völlig hysterisches Gekicher und ein trockenes Bäuerchen. Jahaaa, das ist lustig! Sie küsst mich mitten ins Gesicht. Ach Mami! Und wie sie mich ansieht. Richtig nett. Alle lächeln. Oh wie süss! Und sieh dir mal all diese bunten Luftballons an, die sie jetzt ins Zimmer schleppen! Wow! Total cool! Da übergeh ich glatt, mit Nachsicht den heftigen Wangenkneiffer von Oma. 
  Die haben für mich eine Party organisiert! Das ist ja lieb! Überall bunte Sachen. Und diese nette Musik! Alle streicheln mich und knutschen mich ab. Und jetzt auch noch das Happy Birthday-Lied! Ich bin hin und weg.
  …Moment mal. Ich hab ja gar nicht Geburtstag…Ich bin knapp sechs Monate alt, werd erst volle Sechs Monate in zwei Wochen. Hmmm. Was geht denn hier vor. Mami drückt mich fest und sieht mir tief in die Augen. Und sagt, voller überschäumender Begeisterung: „Bubi ist jetzt ein grosser Junge, er ist heute zum ersten Mal selber aufgestanden. Das ist mein süsser Bubi!“ 

Das ist es also! Und ich dachte, das hätt keiner gesehn! „Ich hab’s selber gesehn! Hier, die Fotos! Hatte zum Glück die Sofortbildkamera in Griffweite!“ Papa hat das eben gesagt. Wann hat der denn die Aufnahmen gemacht? Der war doch im Nebenzimmer. So ein Schlitzohr! Da werd ich also praktisch rund um die Uhr beobachtet! Ob die was gemerkt haben von meinen Plänen? Nicht oder? Schnell, ich muss mein süsses Grinsen aufsetzen! Ja! Es klappt. Alle lachen und sind fröhlich. 
  Eigentlich spinnen die ja ein Bisschen, so ein Theater machen wegen sowas. Aber was solls? Die schmeissen eine Party für mich. Ist doch toll! Gell? Und man sehe sich all die bunten Sachen an! Schööön! 
  Ok, ich gebs ja zu, es hat auch gute Seiten, ein Baby zu sein, aber glaubt jetzt ja nicht, dass man mich so schnell rumkriegt. Nein, nein, so nicht! Und überhaupt, was soll das Theater?
  Ich hab mich hingestellt, na und? Soll ich mir etwa mein Leben lang die Knie wund schürfen? Wär doch voll der Blödsinn! 

Nun setzen sie mich in den Babysitz und ich bekomme ein lächerlich kleines Stück Kuchen. Ein winziger Vogel würde dabei verhungern. Alle plappern wild durcheinander und grinsen und ich nehme den Kuchen und zermantsche ihn erstmal ordentlich mit blossen Händen. Schliesslich hat man ja keine Zähne, also bleibt mir nix anderes übrig, oder? Oh wie sie darüber lächeln und grinsen und lachen! Egal was man als Baby tut, es scheint immer witzig zu sein. Nun gut, mir kann’s ja recht sein. 
  Brockenweise mampfe ich den Leckerbissen. Mmmmmh! Lecker! Wirklich. Hab selten sowas köstliches verzehrt. Ich weiss zwar jetzt schon ganz genau, dass ich mir nachher tüchtig die Windel vollkacken werde deswegen, aber das ist ja nicht mein Problem. Hauptsache ich quängle dann auch laut und beharrlich genug, damit Mami gleich merkt, worums geht. Nicht dass ich wieder ne Ewigkeit in meinen eigenen Exkrementen rumsitze. Das würde mir nämlich nachträglich gründlich die Freude verderben!

Die Feier dauert nicht sehr lange. Mami hat das Gefühl, ich sei müde. Nur weil einem mal kurz der Kopf in den Kuchenteller fällt. Und das noch nichteinmal ganz. Hab den Teller nur gestreift, sozusagen. Es wird alles immer überbewertet!
  Die hievt mich aus dem Babystuhl, wischt mir das Gesicht ab und trägt mich ins Bett, wo sie mich hinlegt, zudeckt und ganz lieb streichelt. „Schlaf jetzt ein Bisschen, mein grosser, süsser Bubi.“ Ich heiss doch Toni und nicht Bubi! Aber die sagt das immer so lieb. Bubi. Ok, ok. Lassen wir ihr den Spass. Kann ihr das Gegenteil ja eh nicht erklären. Aber ich werf ihr einen verkniffenen Blick zu. So! Pfff! Die lacht nur herzlich darüber. Na Bravo!
  Ich bin jetzt wirklich etwas müde. Scheint’s hat mich die plötzliche Aufregung etwas geschafft. Und der Kuchen und so. Ich penn mal ne Runde, Leute. Aber wenn ich wieder wach bin und die mich dann wieder in das doofe Gitter sperren, dann werd ich das Ding kaputt machen und von da abhauen! Es lebe die Freiheit!

Uaaaaahhh! Sorry, dass ich hier abgähne. Also, bis später. Mir fallen schon die Augen zu. Haltet die Ohren st…" 

 „Oooch! Seht mal! Kommt mal! Wie süss er aussieht, wenn er schläft! Das ist unser süsser Bubi. Ist er nicht zum anbeissen? Ich bin so stolz auf ihn, weil er heute von selber aufgestanden ist. Ein wiffes Kerlchen.“ „Der wird mal ein richtiger Pfundskerl!“ „Genau, das ist mein Sohn!"


Hoffe die Geschichte hat euch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. :-)

LG Sitchean


© 2009 by Sitchean


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Ich schreibe offiziell auch Kindergeschichten. Erstmal nur kurze. Es muss ja nicht immer gleich ein ganzer Roman sein. Hier zähle ich auf eure Vorschläge. Habt ihr Töchter, Söhne, die klein/jung genug sind, Kindergeschichten zu mögen? Fragt sie doch mal, was sie möchten. Ich schreibe über Zwerge, Elfen, Einhörner, Gnome, Zauberer, Drachen und was es sonst noch so gibt in der Fantasie-Welt eines Kindes. Kurz gesagt: Ich schreibe genau das, was ihr möchtet. :-)

Ich selbst liebe Märchen und Fantasie-Geschichten seit ich denken kann!

Vorschläge und Ideen an diese Email richten:

llew@bluewin.ch


Da die erste Kindergeschichte, die ich eigens verfasst habe, von Zwergen handelt, hier ein berühmtes Zitat dieses glorreichen Volkes:

"Setz dein Vertrauen in Eisen und Stein - Eisen und Stein werden immer die wahren Freunde der Zwerge sein."
+++ Alte Zwergenweisheit +++



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Ich habe noch 2 offene Projekte, die ich fertig stellen muss und die nichts mit Kindern und Märchen usw. zutun haben. Wenn die fertig sind, werde ich mich nebst meinem Lieblingsthema, Fantasy - (heroic epic nennt man diese Sparte, die ich zum Beispiel im Eislandkrieger-Epos verwendet habe, um genau zu sein. So habe ich mich belehren lassen ;-) - vermehrt den Kindergeschichten widmen.

Es macht sehr viel Spass und man wird selbst wieder Kind. Eine Altersbegrenzung nach oben gibt es für solche Erzählungen meiner Meinung nach nicht. Ich zumindest lese genau so gerne Kindergeschichten und Märchen, wie Fantasy- Epen, Horror-Geschichten, historische Wälzer, Biographien und alles andere.



Sitchean






                   Die Seite wurde am 17.05.2009 aktualisiert!


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