Die Hauptfiguren der Geschichte des Eislandkriegers
Lasst mich euch zuerst den Hauptdarsteller,BaL Hhrakkim Detail vorstellen:
So viele Krieger es bisher gab und immer geben wird, denke ich doch, BaL war und ist etwas ganz Besonderes. Denn er suchte stets das unantastbar Gute in allem. Suchte es unermüdlich zu vervollständigen, zu vollenden. Ins Licht der Götter zu führen. Huldigte es mit jeder Faser seiner Seele. Niemand, nicht einmal er selbst, weiss genau, wo und wann er geboren wurde. Sicher ist nur, dass es an einem Ort fern dieser Welt war. Wunderbar und grausam zugleich. Wo gute und mächtige Götter, magische Drachen und dunkle Dämonen sich bekriegten. Gezeugt von den Lichtgöttern daselbst und irgendwann von Hlirr, dem Obersten Lichtgott, als sehr kleines Kind zur Erde gesandt, wurde ihm bestimmt, den Erdball von allem Übel zu befreien. Seinen Göttervätern und seinem Schicksal treu ergeben, stellte sich BaL Hhrakk voller Eifer und mit ganzer Seele dieser Aufgabe. Immerhin war er mit schierer, brachialer Körperkraft und einem guten Teil Unsterblichkeit versehen. Kein menschliches Wesen konnte es, ob seiner enormen Kraft, je im Kampf mit ihm aufnehmen. Seinegut sechs Fuss Körpergrösse, seine schwarze, lange Mähne, der stets eisige, gefühlskalte Blick im Kampfe und die stählernen Muskeln, mussten jedem seiner Gegner zwangsläufig Furcht und Respekt einflössen. Ausserdem war er, wie schon erwähnt, von unbeirrbarem Wesen. Niemand und nichts konnte ihn je von seinem vorbestimmten Weg abbringen. Ausserdem lernte er fast spielerisch leicht und sehr schnell, kaum dass er laufen konnte, mit jeder gängigen Waffe perfekt umzugehen. Das verschaffte ihm natürlich den unumwundenen Respekt jeden Eislandkriegers, der in BaLs Leben, das er bei den Menschen führte, seinen Weg kreuzte. Sehr recht, er lebte in den Eisigen Landen. Einem riesigen, ewig verschneiten, grösstenteils von dickem Eis bedeckten Gebiet im Norden der Erde. Dort, in diesem unwirtlichen und eiskalten Land, wurde er eines Tages an der Grenze des Hoheitsgebietes der Hirial Mhias, des grössten und einflussreichsten Stammes des Eislandes,…abgegeben, könnte man sagen. Es war eine dieser typischen, stürmischen Nächte gewesen, als ein ganz in weiss gekleideter, rätselhafter, alter Mann mit dem Kind in seinen Armen, praktisch aus dem Nichts, urplötzlich vor einem der wachhabenden Krieger dieses Stammes erschienen war. Der Wachhabende, Tin Hras mit Namen, hatte den Alten sofort zu seinem Häuptling gebracht, nachdem der unbekannte Alte ihm in kurzen Worten dargelegt hatte, worum es im Grossen und Ganzen ging. Huggra, der stolze und besonnene Häuptling der Hirial Mhias, war denn auch nicht schlecht überrascht gewesen, als ihm von diesem Unbekannten eröffnet wurde, das Schicksal offenbare sich ihm, ein grosser Krieger würde in diesem Kinde heranwachsen und er, Huggra, wäre für den Schutz und die Ausbildung des zukünftigen Helden unbedingt verantwortlich. Von da an nahm BaLs Schicksal unaufhaltsam seinen Lauf. Crucha Meth, der Eisland Drache, der seit Menschengedenken alle Krieger in den Nordland – Gebieten gnadenlos verfolgte und unerbittlich und brutal massakrierte, war sozusagen die erste gefährliche und grosse Aufgabe, die sich BaL in seinem Leben vorgenommen hatte. Musste er doch mitansehen, wie Crucha Meth seine Ziehmutter und unzählige seiner Stammesbrüder terrorisierte und eiskalt ermordete, über all die Jahre seiner Kindheit hinweg. Also machte er sich auf den Weg, den Drachen zu stellen. Ohne Rast, gleich einer seelenlosen Kampfmaschine, suchte er das Untier überall. Sehr lange erfolglos, da Crucha Meth - Der Eisige Atem -, wie er von allen genannt wurde, keinen festen Platz in den Eislanden hatte. Er bewegte sich stets von einer Siedlung zur anderen. Mordete da, erschreckte dort. Es schien bald, als wolle der Eisdrache BaL mit seinen Streifzügen ärgern, als wäre es für ihn eine Art Spiel. Denn wenn BaL am nördlichen Rand der Gebiete nach dem mörderischen, tückischen Vieh suchte, war es bestimmt irgendwo im Süden zugegen. Oder war ganz einfach absolut unauffindbar. Denn wie alle Drachen, roch Crucha Meth seine Widersacher. Er wusste immer, wo BaL sich gerade aufhielt. Konnte dessen Gedanken förmlich lesen. Jahre lang durchstreifte der Krieger alle Gebiete, suchte unermüdlich nach dem Drachen. Drehte jeden Stein um, schrie sich oft wütend die Lunge aus dem Leib, nach seinem verhassten Feind. Und wurde doch von Crucha Meth nur dafür ausgelacht.
Der Drache war riesig. So gross wie ein Berg, hässlich wie die Abgründe des Oghra und für einen gewöhnlichen Menschen praktisch unbesiegbar. Zudem spieh er Eispfeile, da er dereinst, vor ewigen Zeiten, im Kampf gegen die Urgötter, eine Niederlage hatte einstecken müssen. Damals wurde das Drachen-Feuer in ihm für immer ausgelöscht und durch tödliche Eiseskälte ersetzt. Crucha Meth fand auch sehr bald heraus, dass er in BaL sein eigenes Schicksal gefunden hatte, oder noch finden würde. Dass BaL von den Lichtgöttern geschickt worden war, ihn, das Urvieh, den mächtigsten Drachen, der jemals die Erde mit seiner grässlichen Fratze beleidigt hatte, zu töten und nicht locker lassen würde, bis er genau das geschafft hatte. Doch Crucha Meth wurde mit jedem Tod, den er verursachte, mächtiger. Denn einst hatte er mit den Uralten des Stammes der bösen Gottheiten und Dämonen, einen Pakt geschlossen. Die Steintafeln…, eine lange Geschichte… . Wie dem auch sei. Crucha Meth war verpflichtet zu töten. Jedenfalls wenn er wollte, dass seine Macht wuchs. Und natürlich wollte er das! Aber das ist wieder eine andere Geschichte…
Der endlose Kampf zwischen BaL, dem Götterkrieger und Crucha Meth, dem Eisdrachen, führte jedenfalls dahin, dass sämtliche Krieger, Frauen und Kinder, die je in den Eisland-Gebieten gelebt hatten, von Crucha Meth getötet wurden und schliesslich fiel der Drache selbst durch BaLs Hand. Das Leben BaLs, des riesigen Eisland Kriegers, fand nun einen neuen Anfang. Das Schicksal führte ihn mit Doro zusammen. Einer Kriegerin aus dem Roten Tal. Wunderschön und stolz ihr Anblick und überaus stark und zäh im Kampf. Zwar war sie mindestens einen ganzen Kopf kleiner als BaL, wog diesen vermeintlichen Mangel aber durch grosse Wendigkeit und Wildheit auf. Und diese Frau, mit den strahlenden, grünen Augen und den schönen Beinen, schaffte es denn auch im Sturm, BaL den Kopf zu verdrehen. Sie war ja auch ausgezogen, dem Götterkrieger im Kampf gegen Crucha Meth beizustehen. Doch sie war zu spät gekommen. Der Drache bereits Tod und BaL auf dem Weg zu neuen Abenteuern, zu denen Doro ihn dann auch prompt begleitete.
Ach ja, das Hwork, das BaL sehr dabei unterstützte, den Drachen zu finden, habe ich bisher noch nicht erwähnt…Hworks im allgemeinen… Hässliche, tumbe und gewaltig stinkende Tiere. Dieser überwältigende Gestank drang aus jeder Pore, aus ihren Mäulern und fetten Hintern. Sie waren doppelt so hoch wie ein durchschnittlicher Mensch und überaus fett. Man könnte ihr aussehen mit einem Nilpferd, die es aber in den Eislanden nicht gab, vergleichen. Kurze Stummelbeine, extrem dicker Wanst, eher noch kleinere Augen als Nilpferde, aber genauso ein riesiges Maul, allerdings mit vielen spitzen Zähnen versehen. Was sie aber klar von einem Nilpferd unterschied, war der lange, dicke Schwanz, fast so lang und am Ansatz so dick wie der Körper selbst. Verwunderlicherweise konnten Hworks sprechen. Zwar war es für Menschen schier unmöglich die nuschelige, undeutliche Aussprache zu verstehen, doch diese Tiere beherrschten die Eislandsprache sozusagen perfekt. Wie oder wann sie es gelernt hatten, wusste keiner zu sagen. Wenn man bedachte, dass sie, abgesehen davon, dass sie sprechen konnten, absolut dumm und ignorant waren, war das auch eine äusserst verwunderliche Sache. Das Hwork, das BaL begleitet hatte, unterschied sich nicht wesentlich von seinen Artgenossen. Ausser in dem, dass es ein gutes Stück seines Weges mit dem Götterkrieger zurück gelegt hatte und zuguterletzt sogar BaLs Freundschaft genoss.
Abgesehen von Hworks gab es natürlich noch eine Unzahl anderer Tiere in den Eisigen Landen. Riesige Wölfe, zum Beispiel. Man konnte sagen, sie bildeten die Hauptnahrung der Menschen, die da lebten. Es gab abertausende davon. Dann Hirsche und Rehe und natürlich die Krechths, die hoch oben am Himmel flogen, gleich Flugdrachen mit spitzen Schnäbeln und ledrigen, krallenbewehrten Schwingen. Steinbeisserchen, Kriechtiere, Vögel und allerlei anderes Reptilien- und Fellgetier. Alle diese Tiere waren den Menschen gegenüber äusserst feindschaftlich eingestellt. Die Menschen ihnen gegenüber auch. Das mochte aber in erster Linie daran liegen, dass das Land an sich sehr unwirtlich war. Nichts wurde geschenkt. Wenn man in der eisigen Kälte nicht erfrieren wollte, oder einfach verhungern, dann blieb einem nichts anderes übrig, als sich jeden Tag dem blutigen und unerbittlichen Kampf des Lebens um nicht zu sagen, des Überlebens zu stellen. Jeder Zeit musste man mit einem Angriff der Riesenwölfe rechnen. Dann waren da die Hworks, deren Leibspeise die Menschen waren. Krechths stiessen unerwartet und tödlich vom weissen, fast immer Schnee ausspeienden Himmel herab, um einem ihren langen spitzen Schnabel direkt in die Eingeweide ihrer ahnungslosen Opfer zu schlagen. Sie waren Aasfresser, was soviel bedeutete, dass sie zwar jagten, aber ihre Beute, nachdem sie sie tödlich, oder meist eher lebensgefährlich verwundet hatten, einfach eine Weile, manchmal einen Tag oder zwei, an Ort und Stelle liegen, sterben und verfaulen liessen.
Die Siedlungen der Menschen in den Eislanden waren immer auf offenem Feld gebaut, so dass man sofort sehen konnte, wenn man angegriffen wurde. Geschützt waren diese, in einem Rund gebauten, Hüttendörfer nur durch niedrige Holzwälle, teils auch durch grössere Holzhaufen, die man rund um die Siedlung herum aufschichtete und die des Nachts entzündet wurden. Unablässig standen, in einem dichten Kreis, Wachen um das Dorf. Es war unmöglich für einen Feind, weder Mensch noch Tier, ungesehen in eine solche Siedlung zu gelangen. Der einzige, wirkliche Feind, der aber über Jahrtausende diese Nordmenschen erfolgreich und bis auf Blut und Leben terrorisierte, war Crucha Meth. Niemand wurde von ihm verschont. Die Angst vor ihm war Tag und Nacht da. Und immer gerade dann, wenn wieder einmal alle dachten, er hätte es aufgegeben, kam er grässlich mordend über sie. Einzelne Krieger, oder kleinere Gruppen, die sich auf der Jagd, oder auf einem Warentransport befanden, waren bevorzugte Opfer des uralten Drachen. Er jagte sie, quälte sie und wusste genau wie man es anstellte, dass ein Mensch nicht sofort starb, sondern erst lange Todesqualen litt. Der Strahl aus tödlichen, scharfen und spitzigen Eisspeeren, den die Bestie aus ihrem verfluchten Schlund entliess, konnte von ihr so dosiert werden, dass davon nur einzelne Glieder vom Körper eines Menschen abgerissen wurden. Und Crucha Meth genoss es immer. Angetrieben von seiner reinen Bosheit, wollte er es so. Ein Spiel, ein blosser Zeitvertreib war es für ihn. Deshalb konnte man gar keine befestigten Siedlungen aufbauen. Man war ständig am weiter ziehen. Auf der Flucht vor dem Tod und der Angst. Jeder in den Eislanden hatte Freunde, Kinder, vielleicht Mutter und Vater verloren, an das Urvieh. Es gab einfach keinen Platz, wo der Drache nicht hinkam. Logisch wäre das Leben in Höhlen gewesen. Doch das wollten die Leute nicht. Sie wollten sich nicht in Erdlöchern verkriechen, sich verstecken. Das Tageslicht entbehren, das eine der wenigen Energiespender in dieser Welt darstellte. So kämpfte man eben, so gut es ging.
BaL war einer der wenigen, der jemals den Kampf gegen das Urvieh aufgenommen hatte und er war kein Mensch, sondern ein Halbgott. So legten alle ihre Hoffnungen in ihn. Er war der Gottgesadte. Der erste und einzige Lichtblick seit Jahrtausenden. BaL Hhrakk würde Abhilfe schaffen. Er würde die Welt vom Übel befreien! Und Doro Truass D`Arruor aus dem Roten Tal, half ihm dabei, dadurch dass sie ihm zeigte, was Liebe bedeutete. Wahre Liebe. Ob Doro auch von den Göttern gesandt wurde? Ist das wichtig? Für ihn war sie eine Göttin. Allein durch ihr Lächeln vermochte sie den Krieger zu verzaubern und ihn zu neuen, grossen Taten anzuspornen. Denn es gibt nichts grösseres und wunderbareres als die wahre Liebe! Oder etwa nicht?
Der Name BaL Hhrakk wurzelt im uralten Kern der eisländischen Sprache, einer Sprache, die nur noch von den Lichtgöttern daselbst und von sehr wenigen, sehr alten und erfahrenen Bbrawen-Magiern und Gelehrten gesprochen und beherrscht wird und die von den Menschen längst vergessen wurde.
Er bedeutet, frei übersetzt: "Der mit dem Schwert der Götter kämpft"
Sie ist die Liebe und die Güte in Person. Sie hat Mut, sie ist intelligent und mit Haut und Haar eine vollkommene Kriegerin. Ich muss ihr einfach eine eigene Plattform gewähren, denn sie spielt neben BaL Hhrakk die wichtigste Rolle in der Eisladkrieger Trilogie. Denn: Was wären wir Männer ohne die Frauen? Das ist eine Frage, die immer und immer wieder aufgetaucht ist in der Geschichte dieser und aller anderen Welten. Nichts! Das ist die Antwort. Nichts wären wir Männer ohne sie. Ich bin mir sehr wohl bewusst, dass es auch Männerliebe gibt, doch lasst uns hier einfach mal über die reine und wahre Liebe zwischen Mann und Frau sprechen. Denn ich stelle mit tiefster Trauer fest, dass wahre Liebe in unserer modernen, technisierten Welt immer seltener wird.
BaL Hhrakk hatte Doro an einem Punkt in seinem Leben gefunden, als er dachte, er wäre endgültig allein, für immer, bis ans Ende seiner Tage verlassen. Ich glaube man kann sagen, er war überglücklich diese wundervolle Kriegerin, Frau, Liebhaberin und Amazone gefunden zu haben, denn sie verkörperte alles, was er je suchte.
Ihre Art selbstlos zu geben und nichts dafür zu verlangen, ihr überwältigendes Lächeln, die Art wie sie sich bewegte, sich gab, wie sie ihn anblickte, war sein Antrieb dafür, sie jeden Tag seines langen Lebens ein Stück mehr zu lieben. Wann immer man es von ihr erwartete, sich nach ihrer Gegenwart sehnte, oder verzehrte, sie war da. Mit all ihrem Charme, ihrer vollkommen übersprühenden Energie, ihrem unstillbaren Tatendrang, dem draufgängerischen und doch wohlüberlegten Mut, dem eisernen Willen, alles verbessern zu wollen, und so weiter. Die Liste könnte endlos fortgesetzt werden. Denn Doro war überaus kreativ, durch und durch verspielt, über alle Massen offen gegenüber Anderen und deren Ideen, wusste jedem in jeder Lage hilfreich bei zu stehen, was auch immer sie begann, führte sie zuende. Vielleicht war sie eine Heilige. Für BaL auf alle Fälle eine Göttin.
Als Barbarin aufgewachsen und als Königin gelebt, als Engel gesprochen und als Göttin gehandelt, so könnte man Doro beschreiben. Ihr Lächeln zerfetzte jeden Hass und jedes schmerzvolle Empfinden in tausend Stücke. Ihre wohlgewählten Worte liessen Gelehrte und Studierte aufhorchen und sie merkte es meist erst, wenn sich ihr bereits alle mit offenen Mündern zuwendeten. Denn sie sprach niemals aus Eigennutz, oder Selbstherrlichkeit. Doro schwieg viel lieber, als dass sie zuviel sagte, doch wenn sie redete, dann waren es Worte voller Kraft und Überzeugung.
Ihr leuchtendrotes, langes, buschiges, stets angenehm duftendes Haar war ihr Markenzeichen, das durch ihre strahlenden, grünen Augen noch unterstrichen wurde. Der goldene, hellbraune, reine Teint ihrer Haut stand im krassen Gegensatz zu der meist rauen und ledrigen, windgegerbten Haut der meisten Menschen in den Eislanden. Obwohl sie als Tochter des Häuptlings der Rottäler-Stämme zur Welt gekommen war, wurde sie von ihrem Vater nicht gerade als Prinzessin behandelt, daher war diese reine Haut an ihr schon bemerkenswert. Das raue Klima dieses Landes liess die Haut eines Menschen rasch austrocknen und spröde werden. Doro schien da allerdings ein geheimnis zu haben, wodurch ihre Haut niemals alterte und sie selbst zu jeder Zeit frisch und ausgeruht aussah. Selten sah man sie traurig, oder niedergeschlagen, ausser es bestanden sehr gute Gründe dazu. Doro hatte immer eine gute Idee, um die Leute um sich herum fröhlich werden zu lassen.
BaL liebte unter allem anderen auch die ganz spezielle Art, wie Doro küsste. Dabei streckte sie zuerst nur ganz wenig ihre feuchte Zungenspitze zwischen ihren vollen Lippen hindurch und kitzelte ihres geliebten Mannes eigene Lippen neckisch damit. Dann fuhr sie sehr sinnlich und langsam, ohne Zeitdruck und äusserst genüsslich mit derselben Zungenspitze über seine gesamten Lippen und liess danach plötzlich und überraschend die ganze Zunge hervorschnellen, um sie gleich einer wilden Schlange in BaLs Mund schnellen zu lassen. Während sie das tat waren ihre schlanken Hände in seinem Gesicht und streichelten unablässig seine Wangen, die Stirn, fuhren durch sein volles, schwarzes Haar, oder die Fingernägel kräuselten so fein über seinen Nacken, dass er fast die Besinnung vor lauter Wonne verlor. Niemals schloss sie ihre wundervollen Augen beim Küssen, nicht wenn sie mehr wollte. Und das wollte sie meistens. BaL bekam niemals genug von ihren Übergriffen. Sie war bestimmt die sinnlichste, stürmischste und hungrigste Liebhaberin, die das Eisige Land zu der Zeit hervorgebracht hatte. Sie holte mit BaL Hhrakk all das nach, was ihr an Liebe und Zuneigung von ihrem Vater versagt worden war. Und BaL gab ihr reichlich und gerne. Jederzeit.
Durch das Zusammentreffen mit BaL Hhrakk wurde Doros Leben, nach den anfänglichen Querelen, hevorgerufen durch die Kämpfe gegen dunkle Dämonen, die sie gemeinsam mit BaL ausfocht, zu einem wundervollen Traum. Spätestens als sie zum erstenmal in der grandiosen Schmiede der formidablen und überaus ehrenwerten Bbrawen angekommen waren, beging Doro den wundervollen Weg eines erfüllten Lebens. Und später, als Morred geboren wurde, war ihr Glück perfekt. Ein, oder zwei Bbrawen hatten sie im beiläufigen Gespräch einmal gefragt, was sie sich noch wünsche. Man wollte sie beschenken, aus purer Dankbarkeit, weil sie eben Doro war. Sie hatte nur einen kurzen Augenblick überlegt und geantwortet: "Ich danke euch für jedes wundervolle Geschenk, das ihr mir macht, ihr liebenswerten und wunderbaren Bbrawen, jedoch, ich brauche eigentlich garnichtsmehr. Seht, ich habe alles, was ich zum Glücklichsein brauche. Ich habe euch, das liebevollste, gebildetste, selbstloseste Volk das es gibt. Ich habe meinen geliebten Mann BaL, der alles für mich ist und alles für mich tut. Und meine Tochter Morred ist mein Stern. Könnte ich glücklicher sein? Nein. Ich liebe euch alle, ihr Bbrawen. Seid für mich da, wenn ich euch brauche, das ist das wunderbarste Geschenk, das ihr mir machen könnt." Infolge dessen wurde sie mit unzähligen kleinen und grossen Geschenken geradezu überschwemmt. Denn die Bbrawen liebten ihre Königin sehr.
Sollte es eines Tages einen freien Platz neben BaL geben, wenn er heimkehrt zu seinen Eltern, den Göttlichen des Lichtes, dann ist es zu hundert Prozent Doro, die genau diesen Platz einnehmen wird und mittendrin, zwischen BaL und Doro wird immernoch Platz genug für Morred sein, denn ohne sie geht das glückliche Königspaar nirgendwo hin.
Er war der absolute Erzfeind BaL Hhrakks. Sein halbes Leben verbrachte BaL einzig und allein damit, diese Bestie zu verfolgen, um sie zu stellen und endlich zu vernichten.
Crucha Meth lebte schon, als die Welt, wie wir sie kennen, noch nicht geboren war. Er war so alt wie Soor, der strahlende und wärmende Himmelsplanet und wie jeder Drache war er unsterblich. Seit Anbeginn der Tage kam er gleich einer Plage als Mörder und Schänder über die Bewohner der Eislande. Durch seinen gigantischen Rachen versprühte er ellenlange Eispfeile, die scharf wie geschliffene Schwerter und tödlich wie spitze Dolche in und durch die Leiber seiner Opfer fuhren. Niemand überlebte ein Treffen mit diesem blutrünstigen Urvieh, keiner verochte je gegen ihn anzutreten. Er war mörderisch, listig, verkommen und blutgeil. Sein Vorgehen entbehrte aus der Sicht der Menschen jeden Sinn und alles was er zurück liess, war Tod und Verwüstung.
Weil Er da war, waren die Menschen im Eisigen Land dazu verdammt, auf ewig zu wandern. Sie waren Nomaden, die jeden Tag, jedes Jahr, jedesmal wenn der Drache wieder über sie gekommen war, weiterziehen mussten, in der Hoffnung, am neuen Ort wieder eine Weile Ruhe vor dem Menschenmörder zu haben. Doch es war hoffnungslos. Crucha Meth fand sie immerwieder, denn Dank seiner mächtigen, uralten Drachenmagie vermochte er jeden, jederzeit, überall aufzuspüren und selbst dann, sollte der sich tief unter der Erde vor dem Drachen verschanzen. Für Crucha Meth war es ein Spiel. Er liebte das hoffnungslose, von tiefer Qual erfüllte Geheul der ihm weit unterlegenen Kreaturen und absolut jeder, den er zu morden vermochte, trug dazu bei, dass der Drache wieder ein kleines Stück mächtiger wurde. Denn er hatte sich vor sehr langer Zeit mit Dunklen Mächten verbündet, die ihm grenzenlose Macht versprachen. Alles was er dafür tun musste, war töten. Also war der Pakt für ihn eher Vergnügen als Mühsal.
Und dabei war das eigentliche Motiv Verbitterung. Denn einst, als er sich aus purem Hochmut, grenzenloser Überheblichkeit und reinstem Grössenwahn gegen die hehren Götter gestellt hatte, verlor er die Schlacht durch die List eines der Erhabenen Wesen. Denn als er glaubte, der Kampf sei entschieden und er hätte bereits gewonnen, öffnete er seinen gewaltigen Rachen um dem vermeintlich todgeweihten Gott die alles vernichtenden Flammen aus seinem Innersten Drachen-Kern entgegen zu schleudern. Das erhabene Lichtwesen entsandte im gleichen Moment eine Kugel aus reinstem, göttlichem Eis gegen Crucha Meth und da dieser seinen Rachen weit geöffnet gehabt hatte, fuhr das unschmelzbare, in Ewigkeit urkalte Eis in ihn hinein. Das Drachenfeuer in ihm wurde für immer ausgelöscht und Crucha Meth durch die Wucht, mit der die Eiskugel gegen ihn geschleudert worden war in die Ewigkeit des Vergessens befördert. Lange Zeit hatte der von tödlichem Hass erfüllte Drache fernab von allem irdischen Leben und jeder Bestimmung verbracht. Trieb Zeitlos und zu Eis erstarrt dahin, vermochte nichts dagegen zu unternehmen. Bis eines Tages Sarmuc, der Immerwährende Fresser allen Verderbens zu ihm sprach und ihm den bereits erwähnten Pakt vorschlug. Crucha Meth brüllte voller frisch entfachtem Zorn gegen den Dämon, da er seinen Vorteil nicht gleich erkannte und es entbrannte eine neuerliche Schlacht. Der Drache verlor auch diesen Kampf und wider allen Erwartens bekam er eine zweite Chance von dem Dämon, da dieser das riesige Potential im Drachen sofort erkannte. Nun willigte Crucha Meth bedingungslos ein. Als er brüllend vor Frust und Hass aus der Ewigkeit der Verbannung zur Erde zurückkehrte, begann das brutale und rücksichtslose Morden, das von dem Zeitpunkt an anhalten sollte, bis sich die Lichtgötter endlich dazu entschlossen, BaL Hhrakk zu zeugen und dem rachsüchtigen Drachen entgegen zu stellen.
Crucha Meth ahnte seinen Untergang lange Zeit voraus, deshalb genoss er jeden Augenblick, den er noch zu leben hatte, bevor er schliesslich von dem unbezwingbaren Götterkrieger gestellt und vernichtet werden konnte. Sein Tod war Bestimmung und unausweichliches Schicksal, doch er hatte noch einen Trumph im Ärmel gehabt, von dem weder BaL Hhrakk, noch sein Vater Hlirr etwas ahnte. Als die Beiden schliesslich merkten, dass Crucha Meths List sogar über dessen Tod hinaus gereichte, wäre es beinah zuspät für eine Rettung BaLs gewesen..
Morred ist die Tochter BaLs und Doros, deren Lebensinhalt und Hort der Freude und Liebe. Sie ist ein wahrer Schatz. Ihr wirres, rotes Haar hat sie von ihrer Mutter geerbt und das lebhafte Wesen von dem Kleinen Volk. Als kleines Mädchen ist sie Wirbelwind und Sternchen, süss wie ein Früchtchen und Lebhaft wie ein Komet. Ständig versucht sie alles, aber auch wirklich alles (!) zu ergründen. Sie ist überaus intelligent - kein Wunder, da sie inmitten der überdurchschnittlich weisen Bbrawen aufwächst. Allen gegenüber ist sie hilfsbereit und fürsorglich. Die Bbrawen schliessen sie noch während ihrer Geburt voll und ganz in ihr Herz.
Später als sie grösser ist, ist sie ganz Prinzessin und Lehrerin für alle. Zusammen mit den Bbrawenkindern ergründet sie all die Geheimnisse, die sie bis dahin noch nicht entdeckt hat.
Fast direkt nach ihrer Geburt quälen sie Visionen, die BaL ahnen lassen, dass sie mehr sieht als gewöhnliche Menschen das vermögen. Sie scheint die Zukunft an sich voraus zu sehen. Erst lassen sich diese Visionen nicht deuten, doch nach und nach ergeben sich aus den einzelnen Teilen zusammenhängende Bilder.
Morred scheint zu Grösserem bestimmt zu sein. Vielleicht nimmt sie ihrem Vater sogar das Los des Schicksalsträgers ab - darauf jedenfalls deutet je länger je mehr alles hin...
Allen voran steht Prrothi. Er ist der oberste Lythar, der Lächler, der ewig fröhliche, der weiseste Lythar und Bbrawe überhaupt.
Das Wesen der Lythar lässt sich sehr schwer in den simplen, uns bekannten Worten erklären. Sie sind ein Teil der grossen Mutter Natur. Halb Naturgötter und halb Elementarwesen.
Ihre Erscheinung ist äusserst feingliedrig. Stünde so ein Wesen vor uns, wir könnten es wohl kaum erkennen, vor allem, wenn es das nicht wollte. Ihre Körper sind fast durchsichtig und sie sind sehr klein. Sogar noch kleiner als die Bbrawen und die sind nur etwa halb so gross wie ein erwachener Mensch. Sie zeichnen sich durch sehr sehr dünne Beine aus, die nur etwa halb so lang sind wie der Torso. Ihre Arme sind verhältnismässig lang und fein und ihr Torso sehr sehr schmal. Auf ihren überaus dünnen Hälsen sitzen ovale, haarlose Köpfe mit grossen, leuchtenden Augen. Die gesamte Haut ist durchscheinend, man erkennt jedoch keine Innereien. Als wären sie geformt aus hauchdünnen Blütenblättern.
Sprechen tun sie niemals, jedenfalls nicht durch ihre Münder. Telephatie ist ihr Kommunikationsmittel. Und Magie. Auch auf Teleportation verstehen sie sich hervorragend. Ausserdem sind sie durch ein Kollektiv ständig miteinander verbunden. Was der eine denkt, denken alle. Sie stehen über dem irdischen -, sogenannt normalen Bewusstsein. Sie essen nicht, trinken nicht, schlafen nicht.
Das Zentrum der Lythar befindet sich überall und nirgends. Menschen fanden den Zugang zu ihrem Reich noch nie. Sie wären auch nicht fähig, mit ihnen zu kommunizieren. Und die Lythar suchen den Kontakt zu andersartigen Wesen nicht.
Sie sind sozusagen die nächste Stufe der Evolution nach den Bbrawen. Mit dem Kleinen Volk auf diese Weise verwandt, pflegen die Lythar Kontakt zu den Bbrawen, wenn auch nur sehr spärlich und selten direkt.
Manche sagen, sie seien von den Göttern gesandt, um darauf zu achten, dass all die Naturgesetze eingehalten würden. Das mag so stimmen, die tiefere Wahrheit liegt aber wohl eher dahingehend, dass sie von der Natur selbst hervor gebracht wurden, um von allen anderen zu lernen. Denn sie schliessen den grossen Kreislauf von geben und nehmen, werden und vergehen. Sie sind sowohl das Licht, als auch die Nacht. Die Knospe, die Blüte, der Baum und das Gras.
Alles was lebt, gedeiht durch sie. Und alles was wider der Natur sein mag, wird durch die Lythar vergehen. Sie sind der Weg und das Ende, das Ziel und der Anfang.
Prrothi ist der Lächler, solange er lächelt, wachsen die Welten. Sein lächeln währt ewig. Es ist nicht zu ermessen, was geschehen möge, würde er nichtmehr lächeln. Doch eines ist sehr sicher, sollte dieser Moment überhaupt jemals kommen, so liegt er jedenfalls in unermesslich ferner Zukunft.
Sie kamen vor etlichen Zehntausend Jahren aus dem tiefsten Norden in den Wald von Meorrah Cruw. Dort entdeckten sie die Höhlen in dem riesigen Gebirge, das genau den Mittelpunkt dieses Dämonen-Waldes darstellte.
Von dem Zeitpunkt an begannen sie diese Höhlen zu bewohnen und schufen daraus mit der ihnen typischen Kunstfertigkeit und Hingabe ihren künftigen Wohnsitz.
Die Bbrawen waren ein Volk voller Magie und Rechtschaffenheit. Als einzige im Eisigen Land lebten sie die Grundsätze der vollkommenen Brüderlichkeit, der Harmonie und der Nächstenliebe. Für sie gab es keinen sinnlosen Kampf, keine Gier nach Macht, oder Hass. Die Schmiede, wie sie ihr über alle Massen löbliches und respektables Heim nannten, war ein Hort der Liebe und Bildung in allen Dingen.
Unter ihnen existierten die grössten, intelligentesten und gebildetsten Gelehrten des gesamten Landes. Sie pflegten und zelebrierten die Kunst des Buch-Schreibens in absoluter Vollkommenheit. Jegliche Arten der Magie bauten sie zu Dimensionen aus, die bis anhin unvorstellbar gewesen waren. Selbst die Kampfkünste beherrschte niemand in den Eisigen Landen dermassen perfekt wie die Bbrawen. Kunstvolle Steinhauer waren sie, grandiose Schmiede, Maler, Dichter und ein jedem ein Vorbild an Hilfsbereitschaft und Güte.
Ihr Körperwuchs konnte man dennoch als kleinwüchsig bezeichnen. Reichten sie einem ausgewachsenen Menschen doch höchstens bis knapp über die Hüfte. Ihre Bärte trugen sie geflochten, oder offen, lang, kurz, buschig, gelockt, oder gezwirbelt. Nur sehr wenige unter ihnen trugen keinen Bart. Es war kein Muss einen Bart zu tragen, wurde aber dennoch als Zeichen der Weisheit und, teilweise sogar, als Zeichen der geistigen Kraft angesehen. Unerlässlich war es nur für ihre Könige, einen Bart zu tragen. Alle Könige des Kleinen Volkes hatten bisher Bärte getragen. Nicht dass man bei den Wahlen darauf im Besonderen geachtet hätte. Es hatte sich in den frühen Anfängen eben so ergeben und so war es mit der Zeit zu einem Status-Symbol der Könige geworden, lange, respektable Bärte zu tragen.
Die Kleidung der Bbrawen war äusserst bunt gehalten. Bbrawen liebten alle Pflanzen und Blumen der Welten mit Leib und Seele. Diese offen gelebte Zuneigung übertrug sich auch auf ihre Kleidung. Daher trugen sie in stillem Stolz lange Gewänder in leuchtenden Farben. Selbst die Rüstungen ihrer Krieger waren bunt gehalten. Passend dazu wurden dann natürlich auch die Bärte gefärbt. Oder umgekehrt die Kleidung nach den leuchtend roten, oder gelblich.blonden Bärten eingefärbt.
Darüber hinaus sangen und tanzten Bbrawen mit grosser Hingabe zu jedem sich ihnen bietenden Anlass. Das Feiern, Trinken und Essen war ein grosser und wichtiger Bestandteil in den Tagesabläufen der Bbrawen. Jede Ankunft und jeder Abschied von Freunden, jede wissenschaftliche Entdeckung, Geburtstage, Geburten und so weiter, wurde mit rauschenden, fröhlichen, mal grösseren, mal kleineren Festen gefeiert. Vor allem anderen das Sinsen, die den Bbrawen ureigenste Form der Kinder-Zeugung, war stets Anlass zu mehrtägigem ausgelassenem Feiern.
Viele, vielleicht sogar die meisten der Bbrawen, verliessen während ihres gesamten Lebens, das nicht selten bis neunhundert Jahre andauerte, bei einigen sogar weit über eintausend Jahre(!), die Schmiede. Es war ihre Bestimmung, ihr Leben für die Gemeinschaft hinzugeben und das taten sie von ganzem Herzen und voller Fröhlichkeit.
Schmiede, Klämmerer, Gärtner, Lederer, Köche, Hölzerer, Wäscher und Wäscherinen, Krieger und alle anderen gingen vollkommen in ihrer Lebensaufgabe auf. In absoluter Harmonie und Symbiose war stets jeder für jeden da und selbst die Tiere innerhalb der Schmiede waren gänzlich in die Abläufe integriert.
Bbrawen wussten um all die Geheimnisse des Lebens und des Todes. Des Universums und der Welten. Alle, ob Gelehrte, oder normale Arbeiter, Kinder, oder Erwachsene, Frauen, oder Männer. Ihre Intelligenz war beispiellos in den Eisigen Landen und schon allein wegen ihres überaus edlen und unerreicht harten Bbrawenstahls wurden sie von fast allen restlichen Völkern aus den umliegenden Gebieten gerne immer wieder besucht. Während dieser Besuche, meist von Händlern der Menschen, tauschte man nicht nur Güter aus, sondern eben auch Weisheiten und tiefschürfende Erkenntnisse. Bbrawen teilten sich sehr gerne allen ihnen wohlgesonnen Lebewesen mit und wurden deswegen in allerhöchstem Masse von allen geschätzt.
Es gab kein formidableres, respektableres und liebevolleres Volk in all den Welten, als die Bbrawen. Selbst die erhabenen Lichtgötter, von denen unser Held abstammte, hatten nur Worte des Wohlgefallens für die Bbrawen.
Dennoch wohnte natürlich auch diesem Volk ein Heer aus erstklassigen Kriegern inne. Obwohl auch sie, die Bbrawenkrieger, natürlich den Grundsätzen ihres Volkes folgten, waren sie im Kampf unerbittlich gegen jeden Feind gegenüber dem Leben. Geschützt und gestärkt durch die Magie ihrer Seher und Magier, waren sie vollkommene Kämpfer. Mit Schwert, Dolch, Streitaxt, Bogen, Armbrust und Speer
Waren sie beinah unbezwingbare Gegner. Gleich den uns allen wohl bekannten Zwergen waren sie über alle Massen wagemutig, kühn, trotzten jeder Übermacht und kämpften bis zum letzten Schlag ihres Herzens ohne Angst.
Sehr sehr selten jedoch kämpften sie aus Eigennutz, oder Rachsucht, sondern meist um ihr eigenes Heim gegen boshafte Feinde und Eindringlinge zu verteidigen, oder ihnen sehr nahe stehende Einzelne Freunde, oder Völker zu schützen, oder zu stärken.
Bbrawen standen zuallererst für den Schutz der Natur und ihrer Gesetze ein. Sie galt es zu verteidigen und zu bewahren. Das war ihre Bestimmung und ihr selbst ernanntes höchstes Ziel.
Hworks stinken. Sie stinken so erbärmlich, dass davon selbst ein ausgewachsener Drache umgehauen würde, besässe er den Wahnsinn, einem Hwork zu nahe zu kommen. Sie stinken aus den Poren, den Ohren, dem Hintern, kurz - sie stinken.
Was sie ebenfalls von allen anderen Tieren unterscheidet und das ist sehr verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Hworks wirklich sehr sehr dumm sind. Begriffsstutzig, verbohrt, kurzsichtig und stur. Trotzdem ist es eine Tatsache, dass sie sprechen können. Sie sprechen die eisländische Sprache und sie verstehen sie auch! So kann man ihnen Aufträge erteilen, die sie ausführen..., wenn ihnen danach ist. Ja genau. Hworks sind sehr eigenwillig und mitunter träge und faul.
Sie mögen keine Hektik und wenn sie etwas tun, dann hat das meistens zum Ziel, dass sie daraufhin etwas Zufressen bekommen. Sie sind sehr gute Jäger und sie haben enorm viel Geduld.
Hworks sehen den Nilpferden unserer Welt ähnlich, sind aber etwa doppelt so gross und zweimal so dick. Hworks haben ebenfalls ein breites, grosses Maul und winzige Augen, wie die Nilpferde. Ihr Panzer, der den ganzen Körper bedeckt, ist allerdings unendlich dicker und resistenter als der aller Reptilien und gepanzerten Tiere, die wir hier kennen. Zudem trägt es als Fortsatz seiner Wirbelsäule einen Schwanz, der am Ansatz gleich dick ist wie der fette Hintern des Hworks und der gut nochmals die länge des ganzen Tieres aufweist. Das Gesicht, oder besser der ganze Kopf des Hwork ist durch und durch hässlich. Sieht aus wie ein Narbengebilde, verknorpelt, verschrumpelt, undefinierbar.
So ein Hwork ist eigentlich in jeder Hinsicht ein unmögliches Vieh und doch bringt es Maffchar, das Hwork das den Part des ersten Begleiters unseres grossen Helden BaL Hhrakk darstellt, fertig, dass BaL ein wenig mehr darüber lernt, was Freundschaft heisst. Nicht dass Maffchar wirklich begreift, was es für den Krieger tut, aber er tut es dennoch.
Nicht das Äussere ist es, wonach man jemanden beurteilen sollte, sondern nach dem Herzen - ist es gut, wird Gutes dadurch bewirkt. So einfach ist das.